Biografie
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Autoportrait à Syracuse (2006)
Kiki of Paris kommt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris zur Welt. Er widmet sich zuerst den Geistes- und Sozialwissenschaften, bevor er sich der Zeichnung und der Malerei zuwendet. In Montparnasse trifft er eines Tages den Schriftsteller Henry Miller, der ihn ermutigt, sich der Fotografie zu widmen. Daraufhin nimmt seine Laufbahn eine entscheidende Wende.

Seine ersten Aufnahmen sind ethologische Dokumente aus Asien, Zentraleuropa, Kuba, Jamaika und vor allem den USA. Dort wohnte er einige Zeit in Kalifornien und in Nevada, dann wendet er sich der „Photographie humaniste“ (Doisneau, Brassaï...) zu, und zwar bis 1995, als er seine Arbeit neu definiert.

Auf Anraten eines Schweizer Sammlers aus Zürich kaufen amerikanische Investoren 1996 seine großformatigen Aufnahmen. Kiki of Paris stellt daraufhin in Nassau, Seattle, Paris, Tokio, Luxemburg und in Gemeinschaftsausstellungen aus. Die Serie „Un été vénitien“ hat überall großen Erfolg. Nach ihr kommt eine in Berlin und Zentraleuropa entstandene Serie über das Thema „Volksfest“ als Hommage an Fernand Léger.

Ab 1999 sind seine Werke in den großen Sammlungen (Safra Holding, Olson Trust, Lynch ...) vertreten und finden sich regelmäßig in Versteigerungen zeitgenössischer Kunst. Seine Kurse sind unter artprice.com veröffentlicht.

Der Alltag – Quelle der Inspiration und des Anspruchs.

Als ausgebildeter Ethnologe beobachtet Kiki of Paris seine Zeitgenossen und ihre Interaktionen in der Stadt. Sein Werk gewinnt dank korrekter, manchmal grausamer Analysen, die auf diese Besonderheit zurückzuführen sind. Sie unterstreicht die Genauigkeit seines Ansatzes und seiner Studien.

Der Anspruch lässt sich aus seinen Werken ablesen, deren Menge bewusst beschränkt ist: Niemals Sujets die posieren, nichts als das, was er sieht und von ihm selbst als des Aufnehmens wert erachtet wird. Für einige wenige Werke pro Jahr (nicht mehr als 5 oder 6) werden tausende Negative unwiederbringlich vernichtet. Beispielsweise verbringt er für bestimmte Kompositionen wie „Le Messager“ mehr als ein Jahr mit Studien, bevor er zufrieden ist.

Die Theorie der Strukturen.

Nach dem Studium des angewandten Strukturalismus in der Kulturanthropologie und der Sprachwissenschaft sowie der mathematischen Beziehungen in der Ästhetik (insbesondere bei den Perspektiven) veröffentlicht Kiki of Paris 1999 primäre und polymorphe Strukturen.

Manchmal werden die Werke mit einem Kommentar präsentiert, einer Art Leitfaden, als ob der Künstler uns angesichts des Tiefgangs seiner Erfahrungen die Richtung zeigen wollte.

Für den Künstler umfassen die primären Strukturen die Wirklichkeit in einem kurzen Augenblick: Die Bedeutung ist systemisch, jeder findet darin, was er in ihnen sieht. Die polymorphen Strukturen dagegen setzen sich aus einer Gegenüberstellung von Elementen zusammen, die etwas Enthüllendes hat, was jeder der Teile für sich nicht begreiflich machen kann. Die Arbeit von Kiki of Paris unterscheidet sich von den Werken eines Martin Parr, des Meisters der Fotografie des Alltäglichen: Während sich bei letzterem gewöhnliche Szenen in der ihnen eigenen Ironie und Pathetik selbst genügen, vermischt sie Kiki of Paris, um ihnen einen neuen Sinn zu verleihen.

Veröffentlichungen

 

1984 Bars de nuit à Paris
1985 Fractures sociales, l'exemple de Belleville
1989 Obliques et perspectives
1999 Structures primaires et polymorphes
2001 Kiki of Paris in Telos Institute
2002 Baudelaire, une vie en Beau (Drehbuch Spielfilm)
2003 Etranges Etrangers (Drehbuch Kurzfilm)

 

Gelatinesilberabzug

Jeder unterzeichnete Probeabzug ist Gegenstand einer beschränkten Auflage, die mit ©Kiki of Paris & ADAGD als Original gekennzeichnet ist.

Format
ungefähr
Abzüge Support
20 x 30 100 Gelatinesilber
30 x 45 100 Gelatinesilber
40 x 60 25 Gelatinesilber
60 x 90 25 Diasec 2+2
80 x 120 15 Diasec 2+2

Das Comité Kiki of Paris stellt ein Zertifikat aus. Auf Anfrage können besondere Formate angefertigt werden (Bühnenvorhang, Plane, Paravent, Automobil usw.).